Yona-Dvir Shalem, geboren 1996 in Ashdod – 30 Minuten von Gaza und 30 Minuten von Tel Aviv entfernt – wuchs dort mit seiner Familie aus Djerba und später in der Orthodoxen Gemeinde Zürich auf, aus der er als junger Mann ausstieg. Er ist Dichter, Übersetzer, Wissenschaftler, Organisator und Kurator, dessen Werk an der Schnittstelle von Jüdischen Studien, Theologie, interreligiösen Traditionen und den Naturwissenschaften entsteht.
Bevor er sich den Biblischen Studien zuwandte und seinen Master magna cum laude abschloss, studierte er Mathematik und Physik mit Nebenfach Philosophie an der israelischen Bar-Ilan-Universität. Sein Interesse an der Altorientalistik – mit Schwerpunkten auf Mystik, Magie, interreligiösen Dynamiken sowie Gender Studies und queerer Theologie – führte ihn zum Studium nach Würzburg. Derzeit promoviert er in Theologie an der Radboud Universität Nijmegen/Niederlande und lebt in Klosters/Schweiz.
Seit 2024 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, wo er im Fach Biblische Studien und Jüdische Exegese lehrt. Er ist Mitherausgeber der Festschrift zum 100. Geburtstag des hebräischen Dichters Yehuda Amichai aus Würzburg. Dort initiierte er die interdisziplinäre Künstlerresidenz Tisalom. 2025 war er im Rahmen der Kulturhauptstadt Kurator des multidisziplinären Kunstfestivals ‚Sukkot Mittweida‘.
Auf dem Goldenen Sofa will Yona-Dvir Shalem über zwei Themen sprechen: Erstens, wie es ist, als nord-afrikanischer Jude arabisch zu sein, mit seinem Bezug zu Djerba/Tunesien. Und zweitens, welche Vorteile und Gefahren aus jüdisch-orthodoxer Perspektive das Gemeinschaftsleben mit sich bringt.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Freie Platzwahl
Einlass ab 18:00 Uhr mit Drinks vom JULIUS in Chemnitz
Foto: Mark Frost



