Prof. em. Dr. Fanny-Michaela Reisin spricht Tacheles

Fanny-Michaela Reisin spricht auf dem Goldenen Sofa über ihre Biografie zwischen Israel und Deutschland, ihren politischen Wandel und ihr langjähriges Engagement für palästinensische Rechte. Moderation: Nirit Sommerfeld.

Fanny-Michaela Reisin wurde 1946, zwei Jahre vor der Staatsgründung Israels, in der durch die Briten ausgestellten Geburtsurkunde in „Jerusalem/Palestine“ geboren, was später durch israelische Behörden in „Jerusalem/Israel“ ersetzt wurde — eine Zweiheit, die sich nicht nur symbolisch durch ihr ganzes Leben ziehen sollte.

Als Kind in Israel aufgewachsen, verbrachte sie ihre Jugend in West-Berlin. Unmittelbar nach dem Abitur verließ die damals leidenschaftliche Israel-Patriotin Deutschland wieder und studierte an der Hebräischen Universität Soziologie und Anglistik.Dort durchlebte sie 1967 den Juni-Krieg.
Kurz danach führten sie familiäre Gründe nach Berlin zurück, wo sie Karl Marx studieren durfte und ihr Soziologie-Diplom an der FU erlangte. Ihre Professur erwarb sie indes nicht in einer Sozial-, sondern in der Computerwissenschaft.

Fanny-Michaela Reisin war unter anderem langjährige Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte e. V.. Als Initiatorin der ‚Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost‘ gehörte sie 2003 — wohl als einzige praktizierende Jüdin — zu deren zehn Gründer*innen.

Seit 1967 international für die Rechte der Palästinenser engagiert, hat sie sich inzwischen vom Zionismus losgesagt. Wie es dazu kam und wie sie die Maßregelungen ihres Palästina-solidarischen Engagements hierzulande beurteilt — darüber will sie auf dem Goldenen Sofa Tacheles reden.

Moderation: Nirit Sommerfeld

Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.

Eintritt: 10.- €

Foto: privat

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Portrait Dr. Fanny Michaela Reisin
Datum
09.04.2026
Zeit
19:00 - 21:00