Ein literarisch-musikalischer Vorweihnachtsabend mit NIRIT& ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH
Haben Juden eine Weihnachtsbaum? Und warum essen sie zu Chanukka in Öl gebackene Speisen? Fragen über Fragen, die wir beantworten wollen durch die Erinnerungen des Julius Sommerfeld, die seine Enkelin Nirit für ihn erdacht hat.
Sie bilden den Auftakt zu einer musikalisch-literarischen Reise, die in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg beginnt und bis ins heutige Israel führt, und in der sich alles um die Verflechtung des jüdischen Chanukka-Festes mit Weihnachten dreht.
Im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts war es für Juden selbstverständlich, das deutsche `Volksfest‘ Weihnachten neben dem jüdischen Chanukka-Fest als Weihnukka mitzufeiern. Auch in Amerika wurden in jüdischen Häusern Weihnachtsbäume aufgestellt und mit Davidsternen dekoriert, es wurde von Christmukka gesprochen. Die ausgewählten Geschichten in der ‚Jiddischen Weihnacht‘, von Helmut Becker einfühlsam und intensiv gelesen, belegen dies eindrucksvoll. Sie erzählen von der unvermeidlichen, weil menschlichen Vereinigung scheinbarer Widersprüche, von der Vermischung von Kulturen und Bräuchen, die je nach Zeitgeschehen bereichernd oder tödlich sein konnten. Sie alle sind autobiografisch – und wo sie nicht ganz wahr sind, sind sie phantasievoll ausgemalt.
mit Nirit Sommerfeld (Erzählung, Gesang), Andi Arnold (Klarinette), Pit Holzapfel (Gitarre, Posaune), Christian Schantz (Bass)
Als Gäste: Helmut Becker (Erzähler), Andreas Winkler (Violine), Stella Sommerfeld (Lesung)
Eintritt: 20 € / erm. 15 € inkl. kleine kulinarische Überraschung
mit freundlicher Unterstützung von Tage der jüdischen Kultur e.V.



